Heise 02.03.2026
13:30 Uhr

heise+ | Linux: Fehlende Bibliotheken bei Programmen ergänzen


Software abseits der Paketverwaltung zu installieren, scheitert oft an fehlenden Bibliotheken. Wer weiß, wie Linux Bibliotheken verwaltet, findet Ersatz.

heise+ | Linux: Fehlende Bibliotheken bei Programmen ergänzen

Kommerzielle Software wie das Videoschnittprogramm DaVinci Resolve von Blackmagic Design gibt es nicht in der Paketverwaltung der Linux-Distributionen. Solche Anwendungen nutzen häufig ein Installationsprogramm oder es gibt ein Zip-Archiv, das man lediglich auspacken soll. Dabei stolpert man häufig über fehlende Bibliotheken, denn um Arbeitsspeicher und Programmier- und Wartungsaufwand zu sparen, sind Programme heute fast immer dynamisch verlinkt. So können sich mehrere Anwendungen die gleichen Bibliotheken im Speicher teilen.

Die Schwierigkeit liegt darin, dass im Standard-Installationsumfang längst nicht alle verfügbaren Bibliotheken enthalten sind. Dann muss man sie von Hand einspielen.

Auch bei Open-Source-Projekten sind fehlende oder nicht ausreichend aktuelle Bibliotheken ein häufiges Problem, wenn das von den Entwicklern bereitgestellte Paket mit der neuesten Version der Anwendung nicht zur eigenen Linux-Distribution passt. Versucht man etwa, ein für Ubuntu gebautes Paket unter Debian einzuspielen, scheitert die Paketverwaltung häufig schon an Namensunterschieden der Abhängigkeiten. In solchen Fällen muss man die Software nicht nur selbst auspacken und in die entsprechenden Verzeichnisse kopieren, sondern auch von Hand die nötigen Bibliotheken nachinstallieren. Dabei hilft Ihnen das Wissen, welche Rolle der Dynamic Linker/Loader des Kernels spielt und wie Sie fehlende Bibliotheken identifizieren und bei Bedarf ersetzen.